Teilnahme- und Leistungsnachweise

Teilnahmenachweise

Exzerpt

Ein Exzerpt dient als Zwischenschritt zwischen der Sichtung der Forschung und dem Abfassen des Textes. Ein Exzerpt sollte daher die folgenden Aspekte umfassen:

  • Vollständige bibliographische Angabe des Textes (ggf. Verweise auf andere Texte)
  • Direkte Zitate mit genauer Seitenangabe (achten Sie auf ggf. nötige Kennzeichnung mit [sic!])
  • Paraphrasierung/Zusammenfassung des Inhalts und der Argumentation (z. B. von Unterkapiteln oder einzelnen Absätzen)
  • Eigene Anmerkungen zum Text (z. B. zur Logik der Argumentation, eigene Gedanken/Anmerkungen zum Text, Verweise auf die Verwendung des Zitats für die eigene Arbeit usw.)

Für Exzerpte hat sich die tabellarische Form bewährt (Seitenangabe/Zitat und Inhalt/ Anmerkungen).

Protokoll

Anfertigung eines Ergebnisprotokolls in ganzen Sätzen (keine Stichpunktliste). Protokollieren Sie die besprochenen Themen der Sitzung und bringen Sie ausreichend Kopien zur nächsten Sitzung mit:

  • Hinweise auf Personen (ergänzen Sie Lebensdaten)
  • Hinweise auf den Forschungsstand (halten Sie Schlagworte und Fachtermini fest)
  • Literaturhinweise
  • Hinweise für Hausarbeitsthema
  • Umfang: ca. 2-3 Seiten.

Thesenpapier

Auf Grundlage Ihrer Analysen des bzw. Ihrer Beobachtungen zum Text formulieren Sie 3-5 Thesen und führen diese kurz aus, um sie im Plenum zur Diskussion zu stellen (z.B. Struktur, Narration, Figurenanalyse etc. pp.). Das Thesenpapier soll etwa 1-2 Seiten umfassen und in ausreichender Anzahl vorliegen. Sie können vorab gerne ein Feedback von mir einholen.

Hinweis: Fassen Sie nicht den Inhalt des Textes zusammen, denn die Lektürekenntnis wird im Seminar vorausgesetzt. Ihre Thesen sollen eine Diskus-sionsgrundlage schaffen, die Sie den anderen Teilnehmer*innen zur Verfügung stellen (die Thesen dürfen daher auch gerne kontrovers sein, solange Sie sie gut begründen).

Kurzvortrag (ca. 5-10 Minuten)

Mit einem Kurzvortrag im Umfang von 5-10 Minuten (entspricht etwa 2-4 Seiten) üben Sie eine Form wissenschaftlichen Schreibens und Präsentierens ein, die einem Referat ähnlich und dennoch vollkommen anders ist. Während ein Referat versucht, einen umfassenden Überblick über ein Thema zu schaffen, untersuchen Sie innerhalb eines Kurzvortrags einen spezifischen Aspekt des zu analysierenden Textes und präsentieren Ihre Ergebnisse. Auch hier können Sie Ihren Vortrag mittels einer Power-Point-Präsentation unterstützen (z.B. um das Mitlesen von Zitaten zu ermöglichen). Sie können sich einen wissenschaftlichen Kurzvortrag in etwa vorstellen wie einen Auszug aus einer Hausarbeit oder einem wissenschaftlichen Artikel. Wichtig ist also, dass Sie nicht Inhalte paraphrasieren, sondern mit Ihrer Analyse in die Tiefe gehen und diese Beobachtungen zur Diskussion stellen.

Lernportfolio

Sie fertigen im Verlauf des Seminars ein Portfolio an, in dem Sie Ihr Lernverhalten und Ihren Erkenntnisgewinn reflektieren. Jede Textlektüre ist als Prozess zu verstehen. Das Verständnis des Gelesenen kann sich dabei rückblickend oder durch gemeinsame Diskussionen verändern. Diese Veränderungen sollen Sie in einem Lernportfolio individuell dokumentieren; d.h. auch, dass es keine konkreten Vorgaben für die Inhalte eines solchen Portfolios gibt.

Dennoch einige Hinweise, denn es geht dabei nicht um eine Zusammenfassung der besprochenen Inhalte handeln. Das Portfolio kann beispielsweise Folgendes enthalten (weitere Hinweise zu inhaltlichen Schwerpunkten finden Sie auch hier):

  • Eigene Unverständlichkeiten/Unklarheiten zum Text
  • Zusammenhänge und Querverweise (textimmanent oder auch durch die Diskussion im Seminar)
  • Hinweise zu Forschung und Wissenschaft (z.B. Literaturempfehlungen, Kontroversen usw.)
  • Prägnante Thesen, Kurzanalysen oder Beobachtungen zum Text, die Sie im Seminar besprechen möchten; mögliche Perspektiven sind z.B.:
    • Narrative Besonderheiten, Auffälligkeiten der Textstruktur
    • Inhaltliche Unstimmigkeiten, Beziehungen, Figurentableau
    • Anspielungen, Verweise, Gemeinsamkeiten mit anderen Texten
    • Historische oder epochale Kontexte

Leistungsnachweise

Hausarbeit (PS B.A.)         

Umfang 12-15 Seiten (zzgl. Literaturliste, Titelblatt etc.). Themenabsprache im Vorfeld durch ein Exposé (Inhalt: Leitfrage/These, erste Gliederung und Literaturverzeichnis). Ich nehme nur Hausarbeiten an, deren Thema im Vorfeld mit mir besprochen wurde. Angabe i.d.R. zum Ende der Semesterferien des Semesters, in dem das Seminar besucht wurde.

Mündliche Prüfung (PS B.A.)

Umfang ca. 15 Minuten (während der Semesterferien). Die mündliche Prüfung ist zweigeteilt: Die erste Hälfte prüfe ich Sie über das Seminarthema, in der zweiten stellen Sie ihre These zum vorher abgesprochenen Thema vor. Dazu fertigen Sie ein Thesenpapier mit einer These an, die sie in kurzen Sätzen ausführen (ca. 1 Seite). Das Thesenpapier sollte neben Ihrer These ein Verzeichnis der von Ihnen konsultierten (Forschungs-)Literatur enthalten und mir spätestens eine Woche vor dem Prüfungstermin vorgelegt werden (per E-Mail).


Sollen bzgl. der Teilnahme- und Leistungsnachweise noch Unklarheiten bestehen, sprechen Sie mich bitte darauf an!


Literaturhinweise
Jeßing, Benedikt: Arbeitstechniken des literaturwissenschaftlichen Studiums. Stuttgart 2001. (Reclam 17631)
Jeßing, Benedikt: Bibliographieren für Literaturwissenschaftler. Stuttgart 2003. (Reclam 17640)
Moenninghoff, Burkhard; Meyer-Krentler, Eckhardt: Arbeitstechniken Literaturwissenschaft. 17., aktualisierte Auflage. Paderborn 2015.